Ich habe schon seit geraumer Zeit mit dem Inlineskaten geliebäugelt. Als Kind bin ich mit Roll- und Schlittschuhen gelaufen. So etwas verlernt man nicht. Also sollte es auch mit 50 noch gehen. Trotzdem wollte ich mir keine neuen Inlineskater kaufen, weil ich möglicherweise nach einmaligem Laufen feststellen muss, es sagt mit doch nicht zu. Irgendwann habe ich in der Verwandtschaft von meinem Traum erzählt und es stellte sich heraus, dass einer unserer Neffen ein Paar Inlineskates wegen nicht passender Größe im Keller zu stehen hatte. Ich durfte sie zum ausführlichen Testen mitnehmen. 

 

 

     
Auf der Terrasse
     

 War das aufregend beim ersten Anprobieren: Knieschützer überstreifen, Skater schnüren, wie rum legt man die Protektoren für die Hände an? Doch ich stand auf 8 Rollen und rollte ganz allein den leicht abschüssigen Weg von unserer Haustür auf die Anliegerstraße, kriegte sogar die Kurve und landete nicht an Nachbars Gartenzaun. Ich besorgte mir Literatur übers Inlineskaten, probierte mit und ohne Buch das Bremsen, das war wichtiger als das Schnelllaufen zu üben. Bei feuchtem Straßenbelag bin ich immer noch ganz vorsichtig beim Laufen. Ich habe mich einmal nach abschüssiger Strecke auf feuchtem Asphalt mit Belagwechsel zu Verbundpflaster ziemlich schlimm auf die Seite gelegt, bin mit meinem rechten Innenknie auf den linken Rollen gelandet. Danach musste ich 6 Wochen mit sämtlichen Sportaktivitäten, für die die Beine gebraucht wurden, pausieren. Etwas vorsichtiger beim Inlineskaten auf Gefällestrecken bin ich danach geworden. Doch viel Spaß macht es mir immer noch.

 

 

     
In unserer Straße